Bei dem Workshop der Klasse 8a mit Frau Wallmeier aus dem Weltladen in Bamberg ging es um Mode, aber mal ganz anders, als wir das Thema sonst oft betrachten.

Gleich am Anfang stand die Frage: „Was bedeutet Mode für mich?“ Mit einem Positionsstrahl konnten wir zeigen, wie wichtig uns Kleidung eigentlich ist. Für manche ist Mode eher praktisch, für andere ein echtes Statement. Spannend war zu sehen, wie unterschiedlich die Meinungen in der Gruppe sind.

Danach wurde es interaktiv: Mit einer Weltkarte in der Peters-Projektion haben wir gelernt, wie verzerrt unsere Sicht auf die Welt manchmal ist. Beim anschließenden Memoryspiel zur „Reise einer Jeans“ wurde klar, wie viele Länder und Arbeitsschritte hinter einer einzigen Hose stecken – und dass dabei oft nicht alles fair abläuft.

Ein Quiz zwischendurch testete unser Wissen und sorgte für gute Stimmung. Dabei ging es auch um die Frage: Was ist eigentlich Fair Trade? Wir haben verschiedene Siegel kennengelernt und erfahren, worauf man beim Einkaufen achten kann, um einen gerechten Handel zu unterstützen.

Besonders wichtig war die Frage: Was können wir selbst tun? Und da kam einiges zusammen:
• beim Shoppen genauer hinschauen
• im Laden nachfragen, wo die Kleidung produziert wird
• anderen von den Produktionsbedingungen erzählen und Wissen weitergeben
• Kleidung tauschen statt neu kaufen (z B. bei einer Tauschparty)
• kreative Aktionen starten, wie z.B. einen Fotowettbewerb

Am Ende sind wir nochmal zur Anfangsfrage zurückgekehrt:
„Was bedeutet Mode für mich?“ – und viele von uns haben gemerkt: Unsere Sicht hat sich verändert. Mode ist eben nicht nur Style, sondern hat auch viel mit Verantwortung zu tun.

Es war ein Workshop, der zum Nachdenken anregte – und vielleicht auch dazu, beim nächsten Einkauf zweimal hinzuschauen, ob wir das ausgewählte Produkt wirklich konsumieren wollen.

Text und Organisation: StRin Verena Heinrich