Am 22.09.2026 führte PHK Oliver Weber den Schülerinnen und Schülern der 7. Klassen eindrücklich vor Augen, welche Konsequenzen Verhaltensweisen haben können, die von Jugendlichen oft als „Spaß“ abgetan werden oder bei denen Jugendliche sich gar nicht bewusst sind, dass sie sich strafbar machen.

Er stellte typische, auch in Bamberg vorkommende Delikte vor, wie jemanden zur Selbstverletzung nötigen, Schule schwänzen, soziale Medien missbrauchen, indem man dort z.B. andere beleidigt und herabsetzt oder pornographische Inhalte teilt, Nazisymbole verwenden. Auch bei noch nicht strafmündigen Jugendlichen wird dem nachgegangen und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Das Delikt ist aktenkundig, auch wenn eine Bestrafung nicht erfolgen kann. 

Eine Gerichtsverhandlung wurde mit den verschiedenen Rollen nachgespielt.

Der Jugendkontaktbeamte appellierte an die Schülerinnen und Schüler auf der Seite der Opfer zu stehen, wenn es etwa um Mobbing im Netz oder im Klassenzimmer geht. Er forderte Empathie für die Opfer und Einfühlungsvermögen in deren Lage, denn niemand wolle schließlich Opfer sein. Man müsse hier klar Position gegen Herabsetzungen und Beleidigungen beziehen – als Gruppe in der Klasse, um den Tätern nicht das Feld zu überlassen.
Jugendlichen Tätern drohen je nach Delikt Sozialstunden, Ungehorsamsarrest, Gefängnis, Eintrag ins Führungszeugnis. Letzteres wiederum kann Berufswünsche zerschlagen ….

Text und Orga: RSDin Andrea Welscher