Früh am Morgen des 26.02.2026 machten sich die Schulsanitäter unserer Schule – Felix Feiler, Felix Pfeiffer, Justus Hedrich, Jonah Terhar und Esmeralda Garrido Lopéz – auf den Weg zur Realschule nach Ebermannstadt. Dort fand der diesjährige Leistungsvergleich des Realschulsanitätsdienstes in Oberfranken statt. Gemeinsam mit Teams anderer Realschulen stellten wir dort unser Können an verschiedenen Erste-Hilfe-Stationen unter Beweis und sammelten viele neue Erfahrungen – und vor allem schöne Erinnerungen.
Als wir kurz vor neun Uhr zusammen mit Frau Wunder und Herrn Müller an der Realschule eintrafen, meldeten wir uns zunächst an und wurden anschließend gemeinsam mit den anderen Schulen begrüßt. Dabei wurden uns die Regeln und der Ablauf des Wettbewerbs erklärt, die wir zusätzlich auf einer kleinen Übersicht erhielten. Da die Realschule Ebermannstadt selbst nicht am Wettbewerb teilnahm, begleitete uns den ganzen Tag über einer der dortigen Schulsanitäter.
Nachdem der Wettbewerb offiziell eröffnet worden war, starteten alle Teams mit einem schriftlichen Theorietest, der gemeinsam im Theaterraum der Realschule stattfand. Dieser lief ähnlich wie eine Schulaufgabe ab: Es erwarteten uns verschiedene Fragen aus den Bereichen Erste Hilfe und dem richtigen Vorgehen bei unterschiedlichen Verletzungen.
Nachdem alle Teams diese erste Station absolviert hatten, teilten sich die Gruppen auf und begannen mit ihren zugewiesenen Stationen. Für uns ging es zunächst zu einem chirurgischen Fallbeispiel, bei dem wir zu viert antreten durften.
Ein Fallbeispiel besteht aus drei Rollen: Schauspieler, die einen Unfall darstellen, Schulsanitäter, die auf die Situation reagieren müssen, ohne sich vorher vorbereiten zu können, und Bewerter, die den Schulsanitätern anschließend mithilfe eines Bewertungsbogens Feedback geben. Diese Fallbeispiele dienen dazu, Unfälle möglichst realistisch zu üben, damit man sich in echten Situationen sicherer fühlt und das Gelernte anwenden kann.
Während Justus draußen wartete, wurden wir mit zwei Hausmeistern konfrontiert, die bei einem Arbeitsunfall unterschiedliche Verletzungen erlitten hatten. Wir teilten uns in Zweierteams auf und versorgten beide Patienten entsprechend der Situation. Nachdem das Fallbeispiel beendet war, erhielten wir ein kurzes Feedback. Dadurch wurde uns deutlich, was bereits gut funktioniert hatte und welche Kleinigkeiten wir noch verbessern konnten.
Direkt danach ging es für uns weiter zur Station HLW – der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Dabei reanimiert man einen Menschen, der keine Atmung mehr hat. An dieser Station durften nur zwei Schulsanitäter antreten. Felix P. und ich entschieden uns dafür, diese Aufgabe zu übernehmen, und konnten die Station erfolgreich absolvieren. Bis auf einen kleinen Punktabzug erhielten wir die volle Punktzahl.
Anschließend konnten wir in der Mittagspause das bereitgestellte Essen der Mensa genießen. Um 12:45 Uhr ging es mit neuer Energie weiter zum nächsten Fallbeispiel. Dieses war internistisch, und auch hier traten wir wieder zu viert an. Felix F. blieb diesmal draußen, während wir uns der Situation stellten. Es handelte sich um eine Schülerin, die einen Sonnenstich erlitten hatte, während ihre Freundin sehr aufgeregt auf uns einredete. Wir handelten der Situation entsprechend und achteten dabei auch das Feedback aus dem ersten Fallbeispiel. Dadurch fühlten wir uns deutlich sicherer. Diese Station lief fehlerfrei.
Motiviert ging es anschließend zu unserer letzten Aufgabe. Dabei handelte es sich um eine Art „Flüsterpost“. Auch hier traten vier Schulsanitäter an, Felix P. wartete draußen auf uns. Einer von uns wurde in einen Raum gerufen, in dem ihm ein Unfall geschildert wurde. Diese Informationen musste er sich merken und anschließend an den nächsten Schulsanitäter weitergeben. Zwischendurch wurden allerdings Ablenkfragen gestellt, die das Ganze erschwerten. Ich war die letzte Person, die in den Raum gerufen wurde, und musste den Unfall so genau wie möglich wiedergeben. Obwohl es viele Informationen auf einmal waren, lief auch diese Station für uns gut.
Nachdem alle Teams fertig waren, fand um 14:30 Uhr die Siegerehrung statt. Die Plätze vier bis neun wurden in zufälliger Reihenfolge bekannt gegeben. Diese Teams durften sich vorne einen kleinen Preis abholen, bevor es schließlich zu den ersten drei Plätzen ging. Unsere Aufregung stieg mit jeder verkündeten Schule. Wir zählten gespannt mit und konnten es kaum glauben, als wir schließlich als Drittplatzierte genannt wurden. Mit einem Lächeln im Gesicht traten wir nach vorne und erhielten unsere Urkunde, einen Pokal, Medaillen sowie einen Preis für jeden von uns.

Am Ende des Wettbewerbs waren wir zwar erschöpft, aber sehr stolz auf unsere Leistung. Der Leistungsvergleich war eine Möglichkeit, die man leider zu selten bekommt: andere Schulsanitäter kennenlernen, unser Wissen anwenden und natürlich gemeinsam Spaß haben ist gerade, wenn man dabei Leben rettet, noch besser als sonst.
Wir freuen uns schon darauf, auch im nächsten Jahr wieder teilzunehmen.

